pflegedienstkauf.com
Die Pflegedienst-Berater.
Mensch sein.
Mensch bleiben.
Gründer und CEO
Stefan Wiesmann beschäftigte sich während seines betriebswirtschaftlichen Studiums im Schwerpunkt mit der Gesundheitswirtschaft und dem Krankenhausmanagement. Bereits seine Diplom-Arbeit befasste sich mit dem Nachfolge-Thema. Er war mehr als 15 Jahre als Führungskraft und Unternehmer in der IT- und Medienbranche tätig und seit 2017 fokussiert auf die Gesundheitsbranche (Pflegeträgerberatung und Pflegehochschul-ausbildung).
Stefan Wiesmann ist zudem zertifizierter Lehrer für Gesundheitsberufe und Mediator sowie Mitglied diverser Pflege-Gremien und aktiv in Pflegeunternehmer-Netzwerken. Seit 2015 lehrt er an der IU Internationale Hochschule in Düsseldorf u.a. Gesundheits- und Qualitätsmanagement.
Die erfolgreiche Weiterführung guter Pflegedienste und Pflegeheime für die nächste Familien-Generation oder externe Nachfolge ist sein täglicher Antrieb und seine Leidenschaft.
Mehr als 100 Pflegeunternehmen konnten inzwischen in Deutschland und Österreich in eine für beide Seiten erfolgreiche Nachfolge gebracht werden.
Ziel ist es immer, ein Pflegeunternehmen an menschlich-fachliche Nachfolger*innen mit Idealismus, Anstand, Empathie und unternehmerischer Einstellung im Sinne von Team und Patient*innen zu übergeben.
Insolvenzgefährdete Pflegeeinrichtungen werden n.M. mit Energie und Umsicht wieder nach Sanierung wieder in die Gewinnzone geführt.
Credo: "Mensch bleiben und menschlich handeln".

Ambulanz gewinnt an Bedeutung in 2026
Ambulanter Markt wächst wieder
Die Nachfrage nach ambulanter Versorgung ist seit 2025 nochmals gewachsen und der Trend zum Betreuten Wohnen hat sich stabilisiert.
Für Verkäufer von Pflegeeinrichtungen ist es wichtig den richtigen Zeitpunkt des Verkaufs zu ermitteln. Einige Inhaberinnen und Inhaber kommen zu uns, wenn der Zenit bereits überschritten ist.
Warum brauchen wir noch mehr ambulante Pflegedienste?
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Analyse des aktuellen (Krisen)-Stadiums des Unternehmens
Damit es vielleicht schneller verständlich wird, lassen Sie uns einmal in der Analogie der medizinischen Versorgung denken:
Bevor eine Behandlung im medizinischen Bereich beginnt, muss erstmal eine Anamnese erstellten werden, um zu wissen, welche Erkrankung genau vorliegt, damit ein Behandlungsplan aufgestellt werden kann. Schlussendlich ist somit die Chance auf einen Behandlungserfolg am größten.
Dieses strategische Vorgehen sollten Pflegeunternehmer im ersten Schritt der Restrukturierung ebenfalls bei Ihrem eigenen Unternehmen anwenden. Eine Unternehmenskrise bzw. unternehmerische Veränderungen entstehen in der Regel über einen längeren Zeitraum. Eine Krise durchläuft dabei mehrere Stadien. Innerhalb dieser Stadien gibt es diverse Ursachen und Symptome/Warnsignale, die die entsprechende Krise abbilden und somit aufzeigen. Je früher eine Unternehmenskrise entdeckt wird, desto mehr Handlungsspielraum gibt es, das Unternehmen entsprechend zu restrukturieren und eine mögliche Insolvenz zu verhindern. Dementsprechend sollte durch rechtzeitiges Eingreifen im jeweiligen Krisenstadium gegensteuert werden. Hierfür ist es allerdings wichtig die Ist-Situation zu eruieren, indem man mit den Ursachen, wie auch Symptomen vertraut ist.
Notfallkoffer für die Krisenstadien:
Überblick der am häufigsten eingesetzten Maßnahmen im Zuge der Restrukturierung, welche überwiegend bis zur Erfolgskrise angewendet werden können:
Planung der Maßnahmenumsetzung
Wichtig an dieser Stelle ist die Aufteilung der Maßnahmen in kurzfristige, mittelfristige und langfristige Maßnahmen unter Beachtung des jeweiligen Krisenstadiums und der Liquidität.
Zumeist wird die zeitliche Maßnahmenzuordnung nach der monetären Gewichtung vorgenommen, indem die Faktoren zuerst umgesetzt werden, womit sich möglichst schnell ein wirtschaftlicher Erfolg einstellt. Wichtig ist allerdings, dass im Zuge von Veränderungen Mitarbeiter an dem Prozess beteiligt werden und somit eine gewisse Transparenz im Restrukturierungsprozess geschaffen wird. Eine Kultur, die seit möglicherweise 30 Jahren besteht, kann nicht in 2 Monaten aufgebrochen und verändert werden.
Wie soll im Fall eines Verkaufs oder einer Nachfolge der Übergang organisiert werden?
Das operative Geschäft sollte immer durch die jeweiligen PDLs und deren Stellvertretungen geregelt werden. Es muss daher in erster Linie eine Übergabe der Buchhaltung erfolgen. Alle themenbezogenen Informationen werden gebündelt übermittelt.
Verträge prüfen
Laufende Verträge (bspw. Strom, Gas, Wasser, Versicherungen, KFZ-Leasing, IT Hardware und Software etc.) sollten nicht nur als monatliche variable oder fixe Kosten in der BWA erscheinen, sondern auch einer sorgfältigen Prüfung unterzogen werden.
Es sollte zudem eine Liste mit allen Zugängen für Online Logins (eigene Homepage, E-Mails, Online-Shops für Bestellungen von Verbrauchsmaterial oder sonstiger notwendiger Arbeitsmittel) erstellt werden, um hier keine zeitlichen Verzögerungen im täglichen Ablauf zu erleiden.
Es sollte zudem eine Liste mit allen laufenden und aktuellen Kooperationen mit zugehörigen Ansprechpartnern vorhanden sein. Das Preis-Leistungsverhältnis von zuarbeitenden Dienstleistern wie Steuerberater, Buchhalter und Gebäudereinigung sollte ebenfalls auf den Prüfstand.
In welchem Bereich benötigen Mitarbeiter Unterstützung und Fortbildung?
:Als Inhaber/in ist es die vornehme Aufgabe das vorhandene Personal zu stabilisieren mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Obstkorb und E-Bike reichen nicht. Externe Unterstützung ist ab einer Patientenzahl von 70 sicherlich hilfreich in den Bereichen Buchhaltung und Organisation von Arbeitsmitteln und alles was damit zusammenhängt.
Welche Mitarbeiter besetzen Schlüsselfunktionen und wie kann sichergestellt werden, dass diese auch nach der neuen Tarifierung oder beim Inhaberwechsel an Bord bleiben?
Schlüsselfunktionen haben die Pflegedienstleitungen inne und sie sind die “Schaltzentrale”. Ein Verbleib ist abhängig von einer täglich offenen Kommunikation und der Versicherung, dass sie bzgl. des laufenden Geschäfts (alles, was nicht direkt mit der Pflege zu hat) Unterstützung und Ansprechpartner haben und vereinbarte Zielsetzungen auch gemeinsam klar besprochen werden.
Dies verhindert enttäuschte Erwartungen auf beiden Seiten.
Welche Schlüsselfunktion haben Zuweiser (Krankenhaus, Ärzte, Apotheken) und wie kann sichergestellt werden, dass diese dauerhaft an Bord bleiben?
Ein “hartes” Marketing wie in den meisten anderen Branchen gibt es nicht und ein guter Pflegedienst lebt von seiner regionalen Reputation und seinem Bekanntheitsgrad.
Derartige Schlüsselbeziehungen sollten nicht bestehen. Kontakte aus dem täglichen Geschäft zu Ärzten und Krankenhäusern (Sozialdienste) können von den PDL organisiert und gepflegt werden.
Auf welche wirtschaftlichen Risiken muss künftig noch stärker geachtet werden?
Die Energiepreise werden auf einem hohen Level bleiben und die Kostenstellen werden stärker belastet bei nur geringfügigen Refinanzierungserhöhungen. Zweistellige Renditen sind möglich bei einem konsequenten Kosten- und Erlösmanagement und effizientem Inkasso. Aber auch schon 6+% Rendite können in diesen Zeiten wertvoll sein.
Wir empfehlen grundsätzlich die Abrechnungen und Inkasso selbst zu steuern. Das schafft Überblick und Sicherheit.
Welche Auswirkungen sind durch Preiserhöhungen zu erwarten, wenn diese nicht durch gleichzeitige Erhöhung des Sachleistungsbudgets kompensiert werden?
Erhöhungen der Eigenanteile der Pflegebedürftigen sind eine Folge und ggf. eine steigende Inanspruchnahme von Leistungen des SGB XII durch die Pflegebedürftigen.
Fazit
Planen Sie den Verkauf Ihres Pflegeunternehmens rechtzeitig mit M&A Profis.
Nur die kennen den Markt und seine Mechanik und Teilnehmer.
